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Grundsätzliche Tipps

Was Kaninchen unbedingt brauchen, um glücklich zu sein

1.
Einen Partner: Kaninchen sind sehr soziale Tiere, die in der Natur in grossen Kolonien leben. Ein Kaninchen muss deshalb mindestens einen, besser aber mehrere Partner haben, mit denen es kuscheln, herumtoben und einfach interagieren kann. Kein Ersatz sind Meerschweinchen oder andere Nagetiere und schon gar nicht der Mensch.
2.
Viel Platz: Kaninchen haben einen grossen Bewegungsdrang. Sie müssen die Möglichkeit haben, sich jederzeit frei zu bewegen. Ein Gehege muss deshalb gross genug sein, dass die Kaninchen hoppeln, Haken schlagen und Luftsprünge machen können. Ein Käfig ist völlig ungeeignet. Bessere Vorschläge für Gehege sind in Haltung dargestellt. Zu wenig Platz kann beim Kaninchen zu Verhaltensstörungen führen wie Bissigkeit, Nagen an den Gitterstäben des Käfigs oder ständiges Streiten mit dem Partner, was zu schlimmen Verletzungen führen kann.
Was Kaninchen sonst noch lieben:
1.
Verschiedene Unterschlüpfe, in denen sie sich verstecken können: Kaninchen sind Höhlenbewohner, die in der Natur Löcher graben. Sie sind zudem Fluchttiere, die die Möglichkeit haben müssen, sich jederzeit zurückzuziehen. Geeignet sind Hütten, hohle Baumstämme oder einfach mit dichten Zweigen abgeschirmte Ecken – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
2.
Nagematerial: Dieses ist zum einen wichtig, weil die Zähne von Kaninchen ständig nachwachsen und durch die Nagetätigkeit auf natürliche Weise kurz gehalten werden (zu lange Zähne müssen vom Tierarzt abgeschliffen werden – kein angenehmes Erlebnis für das Tier!). Zum anderen liefern Nagematerialien eine Beschäftigung für die Kaninchen, sie sind dann weniger umtriebig und weniger aggressiv. Geeignet sind Äste aus dem Wald von Haselnusssträuchern, Buchen, Ahorn, Obstbäumen oder anderen ungiftigen Laubbäumen. Besonders im Winter sind zudem Rottannenäste geeignet. Vermieden werden müssen Zweige von Eibe oder Thuja und anderen giftigen Bäumen.
3.
Eine Möglichkeit zu Graben: In der Natur graben Wildkaninchen unterirdische Höhlensysteme. Dieser Instinkt ist auch den Hauskaninchen angeboren. Sie sollten deshalb auf Naturboden im Garten wohnen können (siehe Haltung). Ist dies nicht möglich, muss ihnen eine Kiste mit Rindeneinstreu (z.B. WoodMix) oder Erde (ungedüngt) zur Verfügung gestellt werden, wo sie drin graben können.


4.
Einige Kaninchen mögen es, gestreichelt zu werden: Die Betonung liegt auf einige, weil Kaninchen definitiv keine typischen Kuscheltiere sind. Sie sehen zwar aus wie süsse Stofftiere, doch nicht alle möchten auch so behandelt werden. Es gibt Kaninchen, die zutraulich wie ein Hund werden und es sehr geniessen, wenn man sie streichelt. Am liebsten in ihrer eigenen Umgebung, aber diese Kaninchen kann man auch gut mal auf den Arm nehmen. Als Zeichen der Zuneigung lecken sie einem (wie auch einander) das Gesicht oder die Hände. Andere Kaninchen bleiben ihr Leben lang scheu. Auch wenn sie einem grundsätzlich vertrauen und einen kennen, haben sie Angst, wenn man sie auf den Arm nimmt. Sie zappeln dann nervös, atmen schnell oder warten in einer Art Schreckstarre, bis das Ganze vorbei ist. Man sollte das Kaninchen dann in Ruhe lassen und die Zärtlichkeiten seinem Partner überlassen. Denn von diesem wird es sie garantiert geniessen.
Was Kaninchen hassen:
1. Gejagt oder erschreckt werden.

2. Eingefangen werden.

3. Aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden.

4. Raubtiere (Kaninchen und Katzen z.B. können sich zwar aneinander gewöhnen, Vorsicht bleibt aber geboten, denn der Raubtierinstinkt der Katze ist nicht zu unterschätzen).